In den folgenden Zeilen lesen Sie die wichtigsten Stationen unseres Vereins.
Alle Produktionen und Aktionen an dieser Stelle aufzulisten würde den Rahmen sprengen. Daher beschränken wir uns auf die wichtigsten Momente unserer nunmehr über 70-jährigen Vereinsgeschichte. Die Texte basieren auf der zu unserem 70-jährigen Jubiläum basierenden Veröffentlichung in der wir nur die Jahre 1997 bis 2017 behandelten.

– Wir arbeiten daran die Jahre vor- und nachher noch einzupflegen –

Die Damen und Herren der 1. Stunde

30. Mai 1947

Die Gründung des Heimattheaters

Genau am 30. Mai 1947 um 19.45 Uhr erblickte unser Verein im Restaurant Kohnen in der Aachener Beeckstraße das Licht der Welt. Der Vereinsgründer, Leo Breuer, der auch noch mit 80 Jahren auf unserer Bühne stand, schuf einen Verein, der bis zum heutigen Tag mit seinen Schwänken und Komödien in Hochdeutsch und Aachener Mundart vielen tausend Menschen nicht nur unbeschwerte Stunden bescherte, sondern auch internationale Preise nach Aachen holte.

Ein Minister im Bierfass! Mit dieser Geschichte kam das AHT deutschlandweit in die Presse.

1997

„Völ Hantier met e leäg Faaß Bier“

…gehört zu der legendären Inszenierung des Jahres 1997.
Denn kein geringerer als der damalige Bundesarbeitsminister Dr. Norbert Blüm, klettert auf unserer Bühne aus einem vermeintlich leeren Fass. Nicht nur Funk und Fernseh-Reporter liegen hinter den Kulissen, sondern auch jede Menge Leibwächter, die den Bühnenauftritt des Ministers überwachen.
Wenige Wochen später, am 27. September, inszenieren wir eine Messe im Aachener Dom, die es in der Form in diesem Gotteshaus noch nie gegeben hat, nämlich in Öcher Platt.
Die Messtexte verfasst unser ehemaliges Mitglied Bert Geurten. Zelebriert wird die Messfeier durch Diakon Manfred Oslender und Pater Georg Miessen.
Es ist auch das erste Mal, dass eine Predigt, gehalten von Diakon Oslender, mit herzlichem Applaus bedacht wird. Fazit von Domprobst Dr. Hans Müllejans: „So gut besucht wie heute, ist der Dom sonst nur einmal im Jahr, nämlich zur weihnachtlichen Christmette!“ In den Folgejahren können wir weitere Mundartmessen in Aachen durchführen. Erfreulich: Bis zum heutigen Tage haben viele Aachener Vereine diese Idee aufgegriffen und feiern in den verschiedensten Aachener Pfarreien eine Messe in Aachener Mundart.

Der Prenteschang 1997 ging an Hanns Dieter Hüsch. Hier mit Dr. Wendelin Haverkamp.

Nach Dr. Wendelin Haverkamp, und Jürgen von der Lippe, wird im Herbst der Aachener Lambertz-Prenteschang-Preis an den Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch im vollbesetzten „Geulen“ in Eilendorf verliehen. Laudator ist Dr. Wendelin Haverkamp, der, als Hüsch mitten in seinem Vortrag mal zum stillen Örtchen muss, mit einem fantastischen Vortrag in die Bresche springt. Nicht nur einen unvergesslichen Abend, sondern auch das mit 5000 Mark dotierte Preisgeld lässt Hüsch zurück. Der Scheck wird an Helmi Thouet, Schirmherrn von „Öcher Jonge met Hatz für kranke Kinder der Stadt“ übegeben.

Sogar Ulla Schmidt (SPD) und Armin Laschet (CDU) übernahmen eine
kleine Gast-Rolle auf unserer Bühne.
Sogar Ulla Schmidt (SPD) und Armin Laschet (CDU) übernahmen eine kleine Gast-Rolle auf unserer Bühne.

1998

„Große Koalition im Ehehafen!“

Von einer „großen Koalition im Ehehafen!“
berichten Funk, Fernsehen die örtliche und überregionale Presse, als die damalige Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und der damalige Integrationsminister Armin Laschet, (CDU) als „Ehepaar Noppeney“ von Spielleiter Bernd Dreyer, in das von ihm inszenierte Stück: „Nobless uusjen Wimmelsjaaß“ eingebaut wird. Gekonnt liefern sich die beiden auf der Bühne des Eurogress einen amüsant politisch gefärbten Ehestreit, der besonders brisant ist, weil man sich mitten im Wahlkampf befindet.

Hans Mommer in „Et Sting, die Lieblingsfrau des Maharadscha“

1999

„Et Sting die Lieblingsfrau des Maharadscha“

Freud und Leid liegen dicht beieinander. Im Mai des Jahres verlässt unser langjähriger Mitspieler und in Aachen auch als Volksschauspieler bekannter Leo Goetzenich, die Bühne des Lebens.
Als erste Aachener Mundartbühne transportiert unser Ensemble am 26. September das Öcher Platt in die Region. Vor ausverkauftem Haus öffnet sich in der Alsdorfer Stadthalle das erste Mal der Vorhang für eine Öcher Theatergruppe. Diesem Beispiel folgen bis zum heutigen Tag mehrere Regionaltheater.
Mit einer aufwendigen Neu- Inszenierung bringt die Spielleitung das Öcher Mundartstück „Et Sting, die Lieblingsfrau des Maharadscha“ auf die Bühne.
Bauchtänzerinnen, Haremswächter und dazwischen eine an Typen reiche Öcher Delegation sorgen dafür, dass einige tausend Zuschauer Tränen über diese Lokalposse lachen.

Im Jahre 1999 hießen die Preisträger des Prenteschang de "Höhner“.

Die musikalische Karawane der Kölner Musikgruppe „Höhner“ wird im Herbst im ausverkauften Geulensaal mit dem Lambertz-Prenteschang- Preis ausgezeichnet Kein geringerer als Arbeitsminister Norbert Blüm übernimmt die Laudatio.
Den Preisgeld-Scheck von 5000 Mark übergeben die Musiker nach einem unvergesslich stimmungsvollen Abend an das Lobby-Restaurant Panneshopp, wo ärmere Menschen für wenig Geld ein gutes Mahl einnehmen können.

Im Jahre 2000 wurde der Prenteschang an Konrad Beikircher überreicht.

2000-2001

Eine ereignisreiche Jahrtusendwende

Im Jahr 2000 wird der langjährige 1. Vorsitzende und aktive Mitspieler unserer Gesellschaft, Peter Stahl von Rolf Bresser, ebenfalls einem sehr aktiven Mitspieler, auf eigenen Wunsch abgelöst.
In unserem Mundartschwank „Överall mär Loeg än Drog“ wird Bürgermeisterin Sabine Verheyen, von der Spielleitung ins Stück eingebaut. Sie absolviert ihr Pensum so gut, dass die Spielleitung ihr anträgt sie könne, wann immer sie wolle, mitspielen. Das Versprechen wird einige Jahre später von ihr eingelöst.
Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden, der auch eine mit Humor gespickte Laudatio hält, wird an den Kabarettisten Konrad Beikircher der Lambert-Prenteschang-Preis verliehen. Das Preisgeld geht an das Projekt Arbeitsloseninitiative „Investieren für Menschen“.

2002

„Weä es heij rammenassejeck?“…

…fragen wir unsere Zuschauer und beantworten diese Frage mit einem total verrückten Schwank in Aachener Mundart.

2003

„Va nüüs könt nüüs“…

…behauptet 2003 unser Ensemble in einem turbulenten Dreiakter in dem es darum geht, ein ungeliebtes altes „Mööebelemang „ zu entsorgen.

Der bis Dato letzte Prenteschang Preisträger heißt Bernd Stelter.

Die Suche nach geeigneten und auch präsenten Persönlichkeiten, die ohne Gage-Forderung, jedoch spendebereit nach Aachen kommen, um hier in festlichem Rahmen den Lambert-Prenteschang-Preis zu empfangen, wird mittlerweile immer schwieriger. Umso erfreuter sind wir, als es unserem damaligen Mitglied Bert Geurten gelingt, Bernd Stelter für das Projekt zu gewinnen. Die Kartennachfrage ist so groß, dass man hiermit gleich mehrere Veranstaltungen decken könnte. Ein unvergesslicher Abend, umrahmt von einem von uns und mit Aachener Vereinen gemeinsam gestalteten Programm, beendet eine Veranstaltungsreihe, deren Erlös vielen ärmeren Menschen in der Region zu Gute kam. „Berni-Bärchen“ spendet sein Preisgeld einem Bornheimer Jugendprojekt.

2009

„Der versiegelte Bürgermeister“

…müssen die Zuschauer in unserer Inszenierung „Der versiegelte Bürgermeister“ den mit einem Kuckuck beklebten Bürgermeisterschrank, samt Inhalt, durch den Theatersaal bis auf die Bühne tragen. Ob sich in diesem Schrank tatsächlich der versiegelte Bürgermeister befindet, bleibt bis heute unser Geheimnis.

EIn Molière auf Öcher Platt. Mit Knieskopp Honk än Kaviar wag Regissseur Bernd Dreyer sich an den klassischen Stoff

2004-2008

Molière auf Platt

Spielleiter Dreyer wagt, trotz kritischer Stimmen, einen Molière ins Öcher Platt zu übersetzen. Als Sprachprofessor kann er keinen geringeren als Gerd Leuchtenberg vom Öcher Plattverein gewinnen.
Mit dem Stück: „Knieskopp Honk än Kaviar“ bringt das Ensemble den „Geizigen“ in Öcher Platt auf die Bühne. Eine Paraderolle für den damaligen 1. Vorsitzenden Rolf Bresser.
Unvergessen bleiben auch folgende Momente, die nicht nur unser Vereinsleben mit Freude prägten.
So konnten wir im Jahr 2007 an den Verein Nele- und Hanns Bittmann e.V. für Kinder in Not in der Region Aachen, einen Scheck in Höhe von 5000 Mark übergeben.

2013

Wechsel auf prominenter Position

Auf eigenem Wunsch, jedoch von allen Mitgliedern sehr bedauert, gibt Rolf Bresser nach 13-jähriger Amtszeit auf eigenem Wunsch seinen Posten als 1. Vorsitzender ab. Sein Nachfolger wird Marc Knisch.

2014

Bernd Dreyer übergibt den Regie-Stab

2014 inszeniert der langjährige Spielleiter Bernd Dreyer, sein letztes Mundartstück mit dem Titel: „Heij litt jet ejjen Luet!“ Getreu diesem Motto lässt das Ensemble am 29. März 2014 1000 rote Herzen-Luftballons zugunsten der Kinderkardiologie des Aachener Universitäts-Klinikums in den wolkenlosen Frühlingshimmel vor dem Aachener Rathaus steigen. Der Vorsitzende Marc Knisch händigt dem Klinikdirektor Professor Dr. Eberhard Mühler einen Scheck über 2500,-Euro aus.

Der langjährige 1. Spielleiter Bernd Dreyer, übergibt nach über 80 Inszenierungen zum Ablauf des Jahres sein Amt in jüngere Hände. Seitdem schwingt Judith Knisch, gemeinsam mit ihrem Co-Piloten Ralf Leesmeister den Regie-Stab.